Glaube – Kultur – Gemeinschaft
Unter diesem Leitspruch soll laut dem Präsidenten der Europassion, Thomas Hummel, der diesjährige Kongress stattfinden. Mehr als 140 Mitglieder aus 32 europäischen Passionsspielorten in 10 verschiedenen Ländern folgten der Einladung der Gastgeber aus Crostwitz in Deutschland. Am Abend des 11. Septembers wurde die Veranstaltung mit einer feierlichen Eröffnung eingeleitet. Nach den Grußworten verschiedener Funktionäre und Amtsträger folgte eine Darbietung traditioneller Folklorelieder in mehreren slawischen Sprachen, die die Vielfalt der sorbischen Kultur würdigten. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, mit anderen Gruppen ins Gespräch zu kommen, alte Freundschaften aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen.
Eine Delegation der Schönberger Passionsspiele nimmt teil am Europassion Kongress in Crostwitz 2025
Verwurzelt im Glauben, aufgewachsen in einer lebendigen Gemeinschaft
Der zweite Tag des diesjährigen Kongresses der Europassion in Crostwitz, Deutschland, zeichnete sich durch ein vielseitiges Programm aus. Nach einer mit Klaviermusik umrahmten Begrüßung durch politische Amts- und Würdenträger erfolgten Führungen durch die Altstadt von Bautzen und die Stasi-Gedenkstätte. Anschließend wurde den Kongressteilnehmern ein Orgelkonzert in der ältesten Simultankirche Deutschlands geboten.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto wurde am Nachmittag in der Pfarrkirche von Crostwitz die Heilige Messe mit dem Bischof des Bistums Dresden-Meißen gefeiert (Link zur Aufzeichnung). Im Anschluss daran pflanzten die Kongressteilnehmer in Crostwitz eine Linde. Der Präsident von Europassion, Thomas Hummel, hob die Symbolkraft dieser neuen Tradition hervor, die künftig bei allen Kongressen gepflegt werden soll: Wie der Baum ist auch unsere Gemeinschaft tief im Glauben verwurzelt, und wie ein Baum wächst sie beständig – durch die Menschen, die ihr Leben einhauchen.
Den feierlichen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen, begleitet von sorbischer Blasmusik und traditionellen Tanzeinlagen.
Es ist nicht das Ende. Es ist der Anfang.
Am dritten Tag des diesjährigen Europassion-Kongresses in Crostwitz (Deutschland) erreichte die Veranstaltung ihren Höhepunkt. Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Austauschs von Informationen und Ideen. Nach der Begrüßung durch den Europaabgeordneten Oliver Schenk und einer kurzen Einführung in die Geschichte der Crostwitzer Passionsspiele wurde das sorbische Volk mit seiner Kultur vorgestellt. Anschließend berichtete der Vorstand der Europassion über aktuelle Projekte und zukünftige Vorhaben. Auch die Passionsspielgruppen erhielten die Gelegenheit, eigene Beiträge zu präsentieren und ihre Vorstellungen zur Zukunft von Europassion zu teilen. Den Abschluss des Vormittags bildete die Präsentation der Passionsspiele St. Margarethen (Österreich), die 2026 Gastgeber des Kongresses sein werden.
Am Nachmittag folgte eine Besichtigung des „gerechten“ Friedhofs in Ralbitz sowie des Klosters St. Marienstern. Am Abend stand schließlich der Höhepunkt der drei Kongresstage auf dem Programm: Die Mitglieder der Crostwitzer Passionsspiele zeigten auf ihrer Freilichtbühne eine eindrucksvolle Aufführung vom Leiden und Sterben Christi. Die einzigartige Inszenierung in sorbischer Sprache berührte mit ihrer zentralen Botschaft tief: „Es ist nicht das Ende. Es ist der Anfang.“
Zum feierlichen Abschluss des Kongresses übergaben die Veranstalter aus Crostwitz die Europassion-Statuten an die Gastgeber des Kongresses 2026 in St. Margarethen.