Schönberger Passio-Gruppe setzt Zeichen der Versöhnung

Bericht von Lothar Klinges

Schönberg

Am 21. September erinnert die Weltgemeinschaft jedes Jahr an den Internationalen Tag des Friedens. Auch Europassion und damit die Schönberger Passionsspielgruppe nutzte diesen Termin, um gemeinsam mit Passionsspielgruppen in ganz Europa ein sichtbares und hörbares Zeichen für Frieden zu setzen.
 
Die Schönberger Passionsspielgruppe beteiligte sich auf Anregung von Hermann-Joseph Christen, dem Schriftführer der Gruppe, an dieser Initiative und sang zuletzt beim Passio-Familientag in Rodt gemeinsam ein von Doris Velz verfasstes Friedenslied als „ein deutliches Zeichen für Versöhnung, Verständigung und gegenseitigen Respekt“, erklärte Georg Schmitz (67) aus Nieder-Emmels, der 2024 die Nachfolge von Marlene Backes als Präsident der Passio-Gruppe übernommen hat.
 
Europassion verbindet mehr als 80 Passionsspielgemeinschaften aus 16 Ländern. Unter dem Motto „Peace begins with each one of us“ (Frieden beginnt bei jedem von uns) ruft das europäische Netzwerk am Weltfriedenstag dazu auf, sichtbare Zeichen für Frieden zu setzen und Brücken zu bauen. „Die grenzüberschreitenden Kooperationen der Passionsspielorte tragen maßgeblich zur interkulturellen Verständigung bei und stärken den Dialog sowie die Freundschaft in Europa“, betonte der Passio-Präsident. Das sei ja auch das zentrale Anliegen des Weltfriedenstages der Vereinten Nationen.
 
Im Juli 2026 übrigens startete die Schönberger Passionsspielgruppe zu einer besonderen Reise vom 9. bis 14. Juli mit 40 Teilnehmenden nach St. Margarethen im Burgenland (Österreich). Der Höhepunkt waren die Passionsspiele auf der Naturbühne im Römersteinbruch, eine eindrucksvolle Inszenierung der Leidensgeschichte Jesu in einer spektakulären Kulisse, erzählte Melanie Reinartz von der Passiogruppe. Die Reise bot zudem zahlreiche kulturelle Höhepunkte: In Würzburg wurden Residenz, Alte Mainbrücke und Altstadt bestaunt. Wien begeisterte mit Stephansdom, Hofburg, Schloss Schönbrunn und den berühmten Kaffeehäusern; auf der Rückreise standen Stift Melk sowie Regensburg mit mittelalterlicher Altstadt und Brücke auf dem Programm.
 
Neben kulturellen Höhepunkten stand aber vor allem die Gemeinschaft im Mittelpunkt, unterstrich Melanie Reinartz, die bei den Passionsspielen für die Kostüme verantwortlich ist. Viele Gespräche untereinander haben die Tage geprägt. „Ein besonderer Dank gilt dem Busunternehmen A&M Touristik aus St.Vith mit Fabrice als Fahrer.“ Die Reise endete mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und gefestigter Gemeinschaft. Diese Reise hat einmal mehr gezeigt, dass Passio weit mehr sei als der Besuch von Passionsspielen. „Passio bedeutet Gemeinschaft, Freundschaft, Glaube und das Miteinander von Menschen, die füreinander da sind. Genau diese Erinnerungen werden uns noch lange begleiten“, betonte Melanie Reinartz. Vorfreude auf die nächsten Passionsspiele in Schönberg in der Fastenzeit 2031. Die Premiere ist am 22. März 2031 vorgesehen. (kli)